Über die Initiative «NoBillag» wird am 4. März 2018 abgestimmt. Sie sieht ein Subventionsverbot für Radio und Fernsehen in der Verfassung vor. Alle Konzessionen von Programmen, die ganz oder teilweise mit Gebühren finanziert werden, werden aufgehoben. Die Abstimmung hat ausserdem direkte Auswirkungen auf Film- und Musikschaffende.

6 Gründe, warum NoBillag uns im Kanton Solothurn schadet:

  1. Nein zur «No Billag»-Initiative… weil uns die Berichterstattung über die lokale Politik, über Vereinsaktivitäten und kulturelle Anlässe wichtig ist. Bei einer Annahme der Initiative sind Kanal K, Tele M 1 und das Regionaljournal Aargau/Solothurn bedroht. Diese bringen Lokalnachrichten und berichten über das regionale Geschehen, lokale Anlässe, Sportereignisse sowie über politische Entscheide der Gemeinden.
  2. Nein zur «No Billag»-Initiative… weil der Markt nicht alle Leistungen erbringen kann. Der Beitrag der Fernseh- und Radioprogramme ohne Konzession zur Medienvielfalt der Schweiz ist bescheiden. Denn ohne Gebührengelder müssen sie keinen öffentlichen Informationsauftrag erfüllen. Sie arbeiten gewinnorientiert und sind von Werbung abhängig. Der Kanton Solothurn ist zu klein, um einen TV-Sender oder zusätzliche Radiosender zu betreiben, die ganz ohne Subventionen lokale Informationen verbreiten.
  3. Nein zur «No Billag»-Initiative… weil der Kultursender Kanal K eine wichtige Ergänzung zu den kommerziellen Radiosendern in den Kantonen Aargau und Solothurn darstellt. Bei Kanal K sind über 150 freiwillige Sendungsmachende tätig. Als Mitmachradio ermöglicht Kanal K Musikinteressierten und gesellschaftlichen Minderheiten die ideale Gelegenheit, selbst Radio zu machen und sich einem Publikum zu präsentieren.
  4. Nein zur «No Billag»-Initiative… weil das nichtkommerzielle Radio Kanal K Talente entdeckt. Medieninteressierte QuereinsteigerInnen und junge Leute können bei Kanal K ein Radiopraktikum machen. Dabei lernen sie das journalistische Handwerk kennen. Ohne kommerziellen Druck können sie vor dem Mikrophon ihre Talente entfalten. Etliche ehemalige Praktikantinnen und Praktikanten arbeiten jetzt bei grossen Radio- und Fernsehsendern.
  5. Nein zur «No Billag»-Initiative… weil die regionalen Kulturschaffenden sonst wichtige Sprachrohre verlieren würden. Musik-Clubs und Festivals, die Oltner Kabaretttage und die Solothurner Filmtage würden bei der Annahme der Initiative wichtige Medienpartner verlieren. Insbesondere die Filmtage würden stark an Ausstrahlung einbüssen. Lokale Bands würden keine Auftrittsmöglichkeiten vor einem breiten Radiopublikum mehr erhalten.
  6. Nein zur «No Billag»-Initiative… weil wir keinen kommerziellen Einheitsbrei sondern kulturelle Vielfalt wollen. MusikerInnen, Kulturschaffende und Schweizer FilmemacherInnen würden ohne Gebühren wichtige Fördergelder verlieren. Kommerzielle Radios sind nicht verpflichtet, Schweizer Musik zu spielen. Deshalb hätten Schweizer Künstlerinnen und Künstler bei Annahme der Initiative Mühe, bekannt zu werden.

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